4 Stylingmöglichkeiten für Salsa Los Angeles Style.

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Stephan
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4 Stylingmöglichkeiten für Salsa Los Angeles Style.

Beitrag von Stephan » Di Aug 22, 2006 4:15 pm

Zunächst: Keine Panik! Es geht nur um Styling fragen, nicht um die Technik. Alles wird on Line on 1 getanzt !

Aber es wird jedem, der schon mal auf einem Festival war, nicht entgangen sein, dass es zwischen Jonny Vasquez und Supermario gewisse stilistische Unterschiede gibt (auch wenn beide on 1 tanzen), die natürlich auch in ihrer körperlichen Statur begründet liegen.

Man kann L.A.-Style unterscheiden in:
- Aggressive
- Citystyle
- Glamor
- und Gentelman Style

Aga und ich tanzen eine Mischung aus Aggressiv und Citystyle. Könnte man mal einen Styling Workshop für Paare zu machen. Alle Elemente jeweils in den verschiedenen Stilrichtungen zeigen, dann hat man auch mehrere Möglichkeiten z.B. den CBL zu tanzen.

Jonny Vasquez ist klar der aggressive Style. Supermario würde ich zwischen Gentelman und Citystyle einordnen.

Ist nur die Frage, ob die fortgeschrittenen Tänzer in Bremen mehr Styling Workshops haben möchten? Von der Technik her gibt es schon einige sehr gute Tänzer. Vom Styling her betrachtet finde ich aber, es gibt noch etwas Bedarf. Besonders für die Männer wäre ein Styling-WS nicht so verkehrt.

Was denkt ihr?

Agnieszka (Aga)

Beitrag von Agnieszka (Aga) » Mi Aug 23, 2006 1:25 pm

Ich hätte da auch noch ein paar Anmerkungen.

Ich bin dagegegen es als Aggressive - Style zu bezeichnen.
Den Begrif Rebell - Style finde ich viel besser ( verwendet auch gerne Edie und Al ) und entspricht eher dem wo ich mich einstufen würde, also einer Mischung aus City und Rebell Style

Bei Glamor fände ich es besser es mit Glamour zu bezeichnen...dieses Styling ist sehr "Ladie like"
Vielleicht könnte man auch den Gentelman Style dazu mit rechnen.
Dann hätten wir nur drei Styling Arten

Also
1) Glamour -Style
2) City - Style
3) Rebell Style

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mischka
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Beitrag von mischka » Do Aug 24, 2006 7:37 pm

Also....
das erscheint mir doch alles sehr subjektiv. Wieso (nur) vier Möglichkeiten? Und mit den Namen kann ich irgendwie garnix anfangen (außer evtl. noch mit "aggressive Style")... und wie sieht City-Style aus??
:?
Wenn Ihr hier eine ernstzunehmende Nomenklatur der Stylingarten ausklambüstern wollt, dann solltet Ihr erstmal eine nennenswerte Anzahl von Standardsituationen ( Cbl. Cbturn, Dreh. a. d. Stelle, Dreh. gelaufen; In&out, ....was weiß ich noch) benennen und dann tagelang Videos analysieren, um zu sehen, was die Tänzer/innen denn da so Verschiedenes machen und eigene Elemente dazunehmen (bzw. was Ihr noch so kennt aber nicht als Video habt).
Dann müsstet Ihr euch überlegen wonach die einzelnen Bewegungen denn Kategorisiert werden sollen. Nach der Art der Bewegung (wie es mir bei Eurem Ansatz erscheint), oder evtl. nach bekannten Tänzer/innen, die die Elemene am häufigsten benutzen oder wonach auch immer. Wenn sie sich überhaupt kategorisieren lassen, die Übergänge sind sicher fließend.
Oder hat das schon jemand gemacht und dabei sind diese seltsamen Begriffe herausgekommen?

Die Namensgebung ist sicher problematisch, wenn's Namen sein sollen unter denen sich jede/r was vorstellen kann (außer es wird nach Tänzer/innen kategorisiert).

Jedenfalls kann das Ganze (wenn es denn sein soll) nicht funktionieren, ohne dass zwischen Frauen u. Männern differenziert wird (dh. das ganze zweimal, für Frauen und Männer, unabhängig voneinander, verschiedene Namen). Auch wenn Ihr weniger wissenschaftlich sondern weiter eher subjektiv an die Sache herangehen wollt.

Ich glaube allerdings nicht, dass der Aufwand überhaupt Sinn macht, nur um den Dingen einen Namen geben zu können, mit dem dann doch niemand was anfangen kann. Überhaupt warum muß alles in Schubladen gestopft werden?

Jede/r Tänzer/in muß für sich überlegen, welches Styling (und zwar jedes einzelne Element, nicht welche Kategorie) denn überhaupt zu ihr/m passt. Wenn ich mir etwas antrainiere, was gar nicht zu mir passt, dann wird es sicher immer irgendwie merkwürdig u. aufgesetzt aussehen. Da hilft es mir wenig ob das dann city-, glamour- oder Günther-Style heißt.

Dass da bei vielen, vor allem männlichen Tänzern, ein Bedarf zu erkennen ist, sehe ich allerdings auch so und würde mich hier auch dazurechnen (bin schon eher ein Stylingmuffel wie Mario, oder sollte es auch einen "NoStyle" geben? ). Da es hier allerdings um eine Geschmackssache geht ist es sicher schwierig, zu benennen, was denn dem Einzelnen überhaupt gut tun würde. Bei manchen denke ich auch, etwas weniger währe mehr (wie gesagt, alles Geschmackssache).

Letztenendes kann man da als Lehrer/in wohl nur Angebote machen und jede/r interressierte nimmt halt mit was für sie/ihn realisierbar ist. Wie das dann genannt wird, spielt, glaube ich, keine Rolle.
Die Kurs- bzw. Workshopteilnehmer/innen orientieren sich wohl sowieso eher daran, wer denn die/der Lehrer/in ist.
mischka ist jetzt hamito ;)

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Stephan
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Beitrag von Stephan » Do Aug 24, 2006 9:31 pm

Die Idee verschiedene Stylingarten zu unterscheiden ist nicht neu. Wie immer orientieren wir uns an international renomierten Lehrern, die sich schon überlegt haben, welche Stylingangebote man den Schülern machen kann. Und dann braucht man natürlch auch Namen für diese Angebote. Tänzer wie beispielsweise Jonny Vasquez chrakterisieren einen Stil nur sehr gut. Jonny wäre also der personifizierte "Rebel Style", aber jeder der in dieser Art tanzt hätte ein ähnliches Styling. Natürlich sind die Grenzen sehr fließend, aber ich finde es nicht schlecht ein Paar Punkte zu markieren, um sich orientieren zu können.

Und dann geht es (genau wie Du schon sagst), um die einzelnen Elemente. Verschiedene Möglichkeiten Styling in den CBL, CBT, den Rechtsspin etc. zu bringen. Und das dann für Mann und Frau getrennt. Das ist sehr viel Arbeit, aber Aga und mir macht es sehr viel Spaß, uns selber weiter zu entwickeln und stecken gerne viel Zeit in die Vorbereitung unserer Kurse (Ich hoffe, dass merkt man in unserem Unterricht). Und deshalb werden wir uns genauso gerne und tief ins Styling knien.

Ob ein Tanzstil zu einem selbst passt, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Aber wenn man schon ein Vorbild hat, dessen Stil einem gefällt, dann ist es sicher nicht schlecht auch einen Namen -oder wie Du sagst "eine Schublade"- zu haben.

Wir haben in Ansätzen diese Idee schon jetzt in unseren Kursen: Den CBL haben wir schon mit unterschiedlichen Schritten unterrichtet, je nachdem wie stark man die Linie betonen möchte und je nachdem wieviel Platz auf der Tanzfläche ist. An dieser Stelle beginnt schon das Styling. Die Technik ist in allen Fällen gleich. Für den Rechtsspin ähnlich: Schnell drehen und Zeit haben für andere Bewegungen oder lieber langsamer und fließender drehen...eine Frage des Stylings.

Aga und ich mögen es nicht, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Wir sind ständig dabei nach neuen Ideen zu suchen. Wir tauschen uns gerne mit anderen Lehrern aus. Mit Lehrern aus Bremen, Hamburg und auf Festivals auch mit internationalen. Wir schauen Lehrvideos durch. Versuchen uns, unsere Didaktik und Kursinhalte noch besser zu machen. Fast nach jedem Kurs unterhalten wir uns über eine Stunde was gut geklappt hat und was man besser machen könnte. Außerdem sind wir immer bemüht das Gute zu unterscheiden von dem vielen Müll, der auf dem Markt angeboten wird. Das ist bei uns eben so. Ich erinnere mich noch genau wie es war als wir angefangen haben "L.A.-Style" zu unterrichten. Da sind wir ganz schön schief angeschaut worden:
"Was soll das denn sein? Das ist doch das gleiche wie NY-Style... Ist bestimmt nur wieder so eine Werbegeschichte..."
.

Inzwischen wissen fast alle, dass in New York auf 2 getanzt wird. Jetzt gehts nur noch darum den Leuten klar zu machen, dass der Salsa on 2 Grundschritt, der von Eddie Torres ist und eben nicht der Mambo Grundschritt. Aber das kommt auch noch.

Ich finde die Idee, den Schülern verschiedenen Stylingangebote zu machen und diese dann beispielsweise nach "Rebel", "City" und "Glamour" zu benennen, sehr fruchtbar. Vielleicht drehen Aga und ich mal drei Videos mit den Stilen und stellen sie auf www.salsaintouch.de um klar zu machen, was wir meinen.

Schau'n wir mal.

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Pedro
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Beitrag von Pedro » Sa Aug 26, 2006 1:25 pm

Ich finde, dass ihr da irgendwie den zweiten Schritt vor dem ersten macht.

Es gibt unter den Festival-Lehrern einen großen gemeinsamen Nenner an Styling: der Schlenker mit dem linken Fuß beim CBL, das Hochziehen des Knies beim 360, das Fußhochziehen beim Double Spin der Frau, etc., sind Dinge, die alle (fast) gleich machen. Selbst bei Super Mario habe ich diese Dinge gesehen und er ist wohl der Lehrer, der von den Top Tänzern am wenigsten Styling macht.

Wäre es nicht sinnvoller erstmal diesen gemeinsamen Nenner zu unterrichten (das ist mit Sicherheit erstmal Stoff genug), bevor man anfängt sich zu spezialisieren?

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Stephan
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Beitrag von Stephan » Mo Aug 28, 2006 9:57 pm

Das mit dem Hinweis auf gleiches Styling bei vielen Lehrern ist sehr gut. Wir werden im Masterkurs auch noch stärker auf genau diese Details, die Du angesprochen hast, eingehen, um die einzelnen Elemente noch schöner zu tanzen.

Die Idee mit den 3 Stylingarten ist eher für einen Styling WS gedacht.

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Beitrag von Phil » Do Jul 26, 2007 4:51 pm

Kann man jemand die grundlegende Unterschiede dieser drei Styling Richtungen erklären? Ne kurze Erklärung reicht

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Beitrag von Stephan » Do Jul 26, 2007 11:08 pm

Am Besten auf Youtube.com mal nach ein Paar typischen Vertretern suchen:

1) Glamour -Style -> Shaka G. Brown
2) City - Style -> Super Mario
3) Rebell Style -> Luis Vasquez / Johnny Vasquez

Das ist viel einfacher, als wenn ich jetzt anfange zu erklären...

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Beitrag von Otfried » Fr Jul 27, 2007 10:48 am

Moin Stephan,

im Parallelthread hast du mal gefragt, was denn Puerto Rico Style ist, und hier willst du eine Wissenschaft von verschiedenen Unterarten von L.A. Style machen.

Nun bin ich kein L.A. Style Tänzer, aber was ich sehe, sind persönliche bzw. örtliche Differenzen, bekannter Lehrer und ihrer Heimat.

Alles toll und wunderbar, man sieht an Persönlichkeiten, dass sie ihren eigenen Stil tanzen, und nur weil sie damit bekannt geworden sind, muss man gleich Stilrichtungen daraus machen ?

Ich komme da nicht ganz mit, aber ich muss mir gottlob auch keine Gedanken darüber machen, was ich Schülern noch beibringen könnte ;-)

Saludos,
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Beitrag von Stephan » Fr Jul 27, 2007 10:59 am

Manche Lehrer erklären und unterrichten nur das was sie selber tanzen. Manche Lehrer können auch das erklären und unterrichten was wo anders getanzt wird. Wir (Aga und ich) gehören zu dem zweiten Typ!

Und Wissenschaft ist u.a. dazu da, um zu strukturieren. Ohne uns würden immernoch die meisten Salsa Cubana und Los Angeles Style mischen und denken, dass es für New York Style typisch ist auf 1 zu tanzen, statt auf 2.

Ich bin sehr stolz darauf, dass dieses Wissen jetzt in der Szene vorhanden ist!

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Beitrag von Otfried » Fr Jul 27, 2007 11:37 am

Stephan hat geschrieben:Ohne uns würden immer noch die meisten Salsa Cubana und Los Angeles Style mischen und denken, dass es für New York Style typisch ist auf 1 zu tanzen, statt auf 2.
Wäre das wirklich so schlimm ?

Saludos,
Otfried
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Beitrag von mr.hyde » Fr Jul 27, 2007 12:45 pm

Otfried hat geschrieben:
Stephan hat geschrieben:Ohne uns würden immer noch die meisten Salsa Cubana und Los Angeles Style mischen und denken, dass es für New York Style typisch ist auf 1 zu tanzen, statt auf 2.
Wäre das wirklich so schlimm ?

Saludos,
Otfried
Na, so ein klein bissl Theorie und Allgemeinbildung kann wirklich nicht schaden.

Ich kann Stephan da nur beipflichten, und finde auch, dass er (mit Aga zusammen natürlich), sehr gute Aufklärungsarbeit geleistet hat.

Ciao
Peter

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Beitrag von Stephan » Fr Jul 27, 2007 3:30 pm

Otfried hat geschrieben:
Stephan hat geschrieben:Ohne uns würden immer noch die meisten Salsa Cubana und Los Angeles Style mischen und denken, dass es für New York Style typisch ist auf 1 zu tanzen, statt auf 2.
Wäre das wirklich so schlimm ?

Saludos,
Otfried
Nach meiner Erfahrung werden Tänzer, die die Stile mischen, weder gute Cubanische Tänzer noch gute Crossbody Style Tänzer. In beiden Stilen stecken ganz andere Ideen, andere Techniken, eine andere Führung, eine ganz andere Art der Musikinterpretation und wie Du immer betonst eine ganz andere Kultur.

Wer Discofox und Tango Agrentino gleichzeitig als Mischung lernt, tanzt weder gut Discofox noch gut Tango Argentino! Das sieht wohl jeder ein.

Beim Salsa hat sich am Mischen der Stile lange Zeit Niemand gestört. Komisch, oder?

Phil
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Beitrag von Phil » Fr Jul 27, 2007 8:02 pm

Super ... Danke Stephan! Werd ich mir gleich mal bei youtube anschauen.

Adiehl
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Re: 4 Stylingmöglichkeiten für Salsa Los Angeles Style.

Beitrag von Adiehl » Fr Feb 01, 2019 1:43 pm

Ich finde, das ganze klingt sehr verkopft.
Meistens orientiert man sich am Lehrer und dem Salsastil, der einem am besten passt und dann kommt oft das Styling ganz von alleine. Zuden hat jeder noch seinen ganz persönlichen Stil. Nun könnte man auch sagen, man möchte auf der Tanzfläche jemand ganz anderen darstellen und interpretiert sich neu....

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